Danke, gut

Ich möchte mich heute bedanken, denn ich freue mich sehr über das Interesse und die Rückmeldungen zu meinen Texten, die ich hier nun seit viereinhalb Monaten unregelmäßig veröffentliche.

Zu Beginn war es sehr aufregend für mich. Weil ich die letzten 15 Jahre primär über Musik und Kultur geschrieben hatte, war ich mir unsicher, ob irgendjemand überhaupt etwas anderes von mir lesen will. Und ohne Social-Media-Kanäle ist es natürlich auch sehr schwierig, Menschen auf meine Texte aufmerksam zu machen. Aber mir sind die Themen, über die ich hier schreibe, so wichtig, dass ich alle (Selbst-)Zweifel überwunden habe.

Seit meiner Jugend schreibe ich Texte, seit meiner Studienzeit veröffentliche ich sie. Den größten Teil meines bisherigen Berufslebens als freier Autor, Journalist und Redakteur habe ich davon gelebt. Ich habe hunderte von Artikeln und Rezensionen geschrieben, Interviews geführt, Platten, Bücher, Filme und Konzerte besprochen. Nur äußerst selten habe ich jedoch über Themen geschrieben, die meine eigene Lebensphilosophie betreffen.

Um so schöner ist es jetzt, das positive Feedback darauf zu erleben. Ich kann in den WordPress-Statistiken sehen, dass es tatsächlich schon eine kleine Leserschaft gibt, die mit gewisser Regelmäßigkeit hierhin zurückkehrt. Ein paar haben auch meinen Newsletter abonniert, und ich bekomme immer häufiger persönliche Rückmeldungen, die mir wirklich viel bedeuten.

Ob es Kollegen aus der Branche sind, die mir während eines Geschäftstelefonats ganz nebenbei erzählen, dass sie mit Begeisterung meinen Blog lesen; ob es gute Freunde oder entfernte Bekannte sind, die plötzlich bestimmte Themen aus dem Blog mit mir diskutieren wollen, oder auch fremde Menschen, die mir E-Mails schreiben, um ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen mit mir zu teilen.

Ich mache das hier zwar primär für mich selbst—das heißt aber nicht, dass es mich nicht berührt, wenn auch andere sich Inspiration aus meinen Gedanken und Erkenntnissen ziehen können. Im Gegenteil, ich freue mich wirklich über jede einzelne Mitteilung, jede positive Anregung, jede interessierte Frage und überhaupt jedes Interesse, das Menschen an meinen Texten zeigen.

Die Minimalismus-Bewegung ist insgesamt an einem Punkt, an dem ihre Inhalte langsam in den Mainstream diffundieren. Netflix veröffentlicht eine Aufräum-Show der Japanerin Marie Kondo, die als Minimalistin vermarktet wird. Seriöse Tageszeitungen und Magazine beschäftigen sich mit dem Phänomen. Es gibt zahlreiche erfolgreiche Minimalismus-Podcasts, jede Woche schwemmen neue Minimalismus-Bücher auf den Markt.

Auch ich selbst plane tatsächlich gerade ein Buchprojekt zu diesem Thema. Das wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber der Blog ist für mich ein wichtiger Schritt auf diesem Weg—nicht nur um, wie ich neulich meinte, meinen Schreibmuskel ständig zu trainieren, sondern auch um intelligente, wertvolle Rückmeldungen zu erhalten, die mich inhaltlich weiterbringen und mir neue Impulse geben.

Schreibt mir also gern weiter E-Mails oder abonniert meinen Newsletter. Ich weiß es sehr zu schätzen.

Berlin, 14. Februar 2019

Warum ich blogge